Arrive: Skalierbares Wachstum in einem komplexen Zahlungsumfeld

Sind Zahlungen in Ihrem Unternehmen eher eine Backoffice-Funktion oder ein strategisches Instrument, um Ihr Geschäft zu skalieren? Wenn der Bezahlvorgang einen großen Teil der Customer Experience ausmacht, liegt die Antwort eigentlich auf der Hand. In einem komplexen, internationalen Zahlungsumfeld ist es jedoch deutlich schwieriger, diese Erkenntnis in eine umsetzbare Strategie zu überführen. In diesem Artikel zeigt der globale Mobilitätsanbieter Arrive, wie genau das gelingt.

Martin Svane

Article2026.01.14

2025 schlossen sich die Marken EasyPark, Flowbird und Parkopedia zu Arrive zusammen – einer globalen Mobilitätsplattform mit der Mission, Städte lebenswerter zu machen. Heute ist Arrive in mehr als 90 Ländern aktiv, erreicht jährlich rund 60 Millionen Nutzer:innen und bietet Services von Parken und Mobilität bis hin zu Datenintegration und Business-Lösungen an.

Silvana Filipponi, Head of Payments Strategy bei Arrive, beschreibt die zentrale Rolle von Payment so:

„Egal ob Parken, das Laden eines E-Fahrzeugs oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel – der Bezahlvorgang ist unterwegs ein entscheidender Moment. Er prägt das gesamte Mobilitätserlebnis. Genau deshalb haben wir beschlossen, Payment ins Zentrum all unserer Aktivitäten zu stellen.“

5 Erkenntnisse aus Arrives internationalem Wachstum

1. Payment ist ein strategischer Hebel – kein Backoffice-Thema

Eine effiziente Zahlungsabwicklung hilft, Kosten zu senken. Für Arrive geht der geschäftliche Nutzen jedoch deutlich weiter:

„Für uns ist Payment Orchestration – also die zentrale Steuerung von Zahlungsarten – ein wichtiges Instrument, um die Customer Experience zu verbessern, lokale regulatorische Anforderungen zu erfüllen und flexibel zu bleiben“, sagt Silvana. „Allein die Einführung einer neuen Zahlungsmethode kann uns den Eintritt in neue Regionen ermöglichen, neue Zielgruppen erschließen oder die Nutzung unserer Mobilitätsservices steigern.“

Um diesem Themenfeld den nötigen Fokus zu geben, hat Arrive eine eigene, bereichsübergreifende Payment-Abteilung aufgebaut, in der Strategie, Produktentwicklung, Partnerschaften und Compliance zusammenlaufen.

„Diese Einheit ist kein Backoffice, sondern eine strategische Funktion, die alle unsere Services miteinander verbindet und das Wachstum im gesamten Unternehmen beschleunigt“, so Silvana.

2. Jede Reise ist anders – die Erwartungen der Nutzer:innen sind gleich

Tarife unterscheiden sich von Stadt zu Stadt. Preise und Zahlungspräferenzen variieren je nach Zielgruppe. Hinzu kommen lokale Vorschriften sowie unterschiedliche Auslegungen von EU-Recht. Kurz gesagt: Globale Zahlungen im Mobilitätsbereich sind komplex.

Für die Nutzer:innen spielt diese Komplexität jedoch keine Rolle. Ob Tourist:in in einer neuen Stadt, Anwohner:in mit festem Parkplatz oder Geschäftsreisende:r, der einen Mietwagen laden möchte – alle erwarten eine reibungslose Erfahrung.

„Es gibt keinen Spielraum für Umwege oder Reibung. Nutzer:innen erwarten einfache Zahlungen mit den Methoden, die sie gewohnt sind – etwa Karte, Abo, PayPal, Apple oder Google Pay oder andere mobile Lösungen“, erklärt Silvana. „Und unabhängig von der Zahlungsmethode ist jede Zahlung für uns eine Gelegenheit, eine Beziehung zum Nutzer aufzubauen, indem wir eine reibungslose Erfahrung liefern.“

3. Global denken, lokal anpassen

Eine zentrale Priorität für Arrive ist es, eine Customer Experience zu schaffen, die weltweit konsistent ist und gleichzeitig lokale Flexibilität ermöglicht.

„Egal in welchem Land oder in welcher Stadt sich unsere Nutzer:innen befinden – Onboarding und Zahlung sollten immer gleich ablaufen, während lokale Regeln und Zahlungsmethoden nahtlos in ein vertrautes Ökosystem integriert sind“, sagt Silvana.

Das stärkt das Vertrauen der Nutzer:innen und ermöglicht es Arrive, effizient zu skalieren, ohne für jeden neuen Markt, jede Branche oder jede Zahlungsmethode das Rad neu erfinden zu müssen.

4. Regulierung als Chance – nicht als Hindernis

Arrive betrachtet regulatorische Veränderungen nicht als Hürden, sondern als Impulse zur Weiterentwicklung. Laut Silvana bringt das Vorteile, die über reine Compliance hinausgehen:

„Wenn wir regulatorische Anforderungen ernst nehmen, hinterfragen wir automatisch, wie wir in verschiedenen Märkten arbeiten. "Das gibt uns die Möglichkeit, innovativ und proaktiv zu handeln.“

5. Technologie und Zusammenarbeit gezielt nutzen

Silvana betont, dass die richtigen Technologien und Partnerschaften entscheidend dafür sind, schnell zu skalieren, ohne langfristige Stabilität zu gefährden:

„Zusammenarbeit ist entscheidend. Wir arbeiten sehr eng mit Kund:innen, Regulierungsbehörden und Partnern zusammen, um die richtige Balance zwischen Nutzererlebnis und Compliance auf der einen sowie Innovation und operative Effizienz auf der anderen Seite zu finden.“

Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit Billogram als Zahlungsplattform:

„Billogram stellt die passenden technologischen Ebenen für jeden Schritt im End-to-End-Zahlungsprozess bereit – von Rechnungserstellung und -versand über SEPA-konforme Zahlungen bis hin zum Zahlungsabgleich und Mahnwesen. Gemeinsam haben wir eine Plattform geschaffen, die global konsistent ist und gleichzeitig lokal Flexibilität bietet. So erreichen wir die Kund:innen dort, wo sie sind, und ermöglichen Zahlungen so, wie es für sie am besten passt.”

Für Silvana steht dieses Beispiel sinnbildlich für Arrives Partnerschaftsansatz: agil, bewusst und ergebnisorientiert.

„Wir erzielen schnell Ergebnisse und behalten dabei stets den langfristigen Blick“, so ihr Fazit.


Mehr Einblicke: Future of Payments-Webinar ansehen

Im On-Demand-Webinar Techaway: The Future of Payments teilt Silvana Filipponi weitere Learnings aus Arrives globaler Skalierung. Zusätzlich teilen Expert:innen von Billogram ihre Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen – von Payment Rails und integrierten Invoice-to-Cash-Prozessen bis hin zum verantwortungsvollen Einsatz von KI und Automatisierung.


Martin Svane