Martin Svane
IT ist heute zentral fürs Geschäft. Auch beim Zahlungsprozess.
Zahlungsprozesse gehören nicht zum klassischen Verantwortungsbereich der IT-Leitung. Doch wie so vieles andere betrifft auch dieses Thema früher oder später dein Team. Und wenn du uns bei Billogram fragst: je früher, desto besser. Denn wenn die IT von Anfang an in die Bewertung und Anforderungsdefinition neuer Zahlungslösungen eingebunden ist, profitiert das gesamte Unternehmen – von internationaler Skalierbarkeit bis hin zu schnelleren Reaktionszeiten im Kundenservice. Hier erfährst du, warum das so ist und wie es gelingt.
Die Verantwortung für den Zahlungsprozess – also den Weg von der Zahlungsanforderung über den Zahlungseingang bis zur Verbuchung – liegt naturgemäß zunächst bei der Finanzabteilung. Gleichzeitig ist dieser Prozess ein zentraler Bestandteil der digitalen Infrastruktur eines Unternehmens und betrifft eine Reihe IT-relevanter Bereiche, darunter:
Datensicherheit und Compliance mit Regulierungen wie DORA und NIS2
APIs und Integrationen zwischen geschäftskritischen Systemen
Automatisierung und das Potenzial für KI-gestützte Effizienzgewinne
Self-Service und weitere Elemente eines reibungslosen digitalen Kundenerlebnisses
Diese Faktoren sind entscheidend dafür – oder sollten es sein –, ob eine neue Lösung überhaupt implementiert wird. Das Problem: Die IT wird häufig erst spät in den Auswahlprozess eingebunden, wenn andere Stakeholder sich im Grunde bereits festgelegt haben.
Beginnst du als IT-Verantwortliche:r in diesem Stadium, kritische Fragen zu stellen, gerätst du schnell in die undankbare Rolle des Flaschenhalses. Der potenzielle Anbieter fällt dann womöglich wegen unzureichender Datensicherheit komplett aus, und der gesamte Evaluierungsprozess muss mehrere Schritte zurückgesetzt werden. Das sorgt selten für Begeisterung.
Alle spüren die Folgen, wenn der IT-Input fehlt
Die Gründe, warum die IT nicht proaktiv eingebunden wird, sind unterschiedlich. Manchmal fehlt in der übrigen Organisation das nötige Verständnis, manchmal schlicht die Zeit angesichts einer ohnehin vollen IT-Roadmap. Unabhängig von der Ursache gilt: Wenn du als IT-Verantwortliche:r nicht frühzeitig deinen Input einbringen kannst, kann das eine Reihe frustrierender Folgen haben.
Vielleicht kommen dir einige dieser Szenarien aus anderen internen Prozessen bekannt vor, bei denen die IT zu spät hinzugezogen wurde:
Implementierungen ziehen sich in die Länge und verzögern andere Initiativen
Ineffiziente Integrationen zwingen dein Team und andere Bereiche zu umständlichen Workarounds
Mangelnde Datenqualität und manuelle Eingaben erhöhen das Fehlerrisiko in Prozessen und Reports
Eingeschränkte Skalierbarkeit und begrenzte Automatisierungsmöglichkeiten bremsen das Unternehmenswachstum
Eine Zahlungslösung, die nicht auf das Zusammenspiel mit der bestehenden Systemlandschaft ausgelegt ist, schafft Silos und erhöht die Arbeitsbelastung. Das betrifft dein Team ebenso wie Abteilungen wie Finanzen und Kundenservice.
Was gut für die IT ist, ist gut fürs Geschäft – und umgekehrt
Sprechen wir also lieber über Chancen statt über Probleme.
Eine Zahlungslösung, die mit den Anforderungen moderner IT im Blick entwickelt wurde, kann zu einem starken Katalysator für Innovation in der gesamten Organisation werden.
Einige der Vorteile:
Weniger manuelle Bearbeitung = mehr Zeit, um echten Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen
Eine moderne, skalierbare IT-Architektur = leichteres Wachstum über neue Kund:innen, Produkte und Märkte hinweg
Ein reibungsloseres Zahlungserlebnis für Kund:innen = weniger Anfragen im Kundenservice
Hinzu kommt: Je stärker dein Unternehmen diese Prozesse automatisiert und strukturiert, desto größer werden die Möglichkeiten, Zahlungsflüsse mithilfe datengestützter Erkenntnisse zu optimieren.
7 Fragen, die du frühzeitig stellen solltest, wenn eine neue Zahlungslösung zur Diskussion steht
Abschließend möchten wir dich als IT-Verantwortliche:n ermutigen, bei wichtigen Entscheidungen rund um Zahlungsprozesse und Zahlungsabwicklung eine proaktive Rolle einzunehmen.
Zur Unterstützung haben wir sieben Kontrollfragen zusammengestellt, die sich früh im Prozess lohnen:
Wie viele bestehende Anbieter kann die neue Lösung ersetzen?
Ist die API ein Motor für Innovation oder künftige technische Schuld?
Wie wirkt sich die Lösung auf unsere Compliance mit relevanten Regulierungen aus?
Erfüllt der Anbieter unsere zwingenden Anforderungen an die Informationssicherheit?
Kann die Lösung mit dem Unternehmen mitwachsen?
Kosten versus Geschäftswert: Wie sieht der tatsächliche ROI aus?
Wie viel laufende Wartung wird erforderlich sein, und wer trägt dafür die Verantwortung?
Neugierig, wie diese Überlegungen in der Praxis aussehen?
Als Rebel entschied, wie sie ihre wiederkehrenden Zahlungen handhaben wollten, standen sie vor vielen der gleichen Fragen rund um Skalierbarkeit, Integrationen, Sicherheit und langfristige Wartung. Eine Erkenntnis war schnell klar: Die Zahlungsinfrastruktur selbst zu bauen und zu betreiben war nicht der Bereich, in dem sie den größten Mehrwert schaffen würden.
Lies das Case und erfahre, wie Rebel den Entscheidungsprozess angegangen ist — und wie die Wahl der richtigen Zahlungsplattform es ermöglichte, das Geschäft zu skalieren, ohne dass Zahlungen zu einem aufwendigen IT-Projekt wurden.
Martin Svane